Blackjack Kartenzählen

Lassen Sie uns gleich zu Beginn ein paar Gerüchte übers Kartenzählen ausräumen. Kartenzähler merken sich nicht jede Karte, die sie gesehen haben und die aus einem Deck oder Shoe verteilt wurden. Wenn Sie einen Spieler bemerken, der trotz seiner starken 19 gegen die 10 des Dealers weiterspielt und eine zwei für seine 21 bekommt, heißt das nicht, dass er ein Experte im Kartenzählen ist. Es bedeutete eher, dass er entweder betrunken oder ein Spinner ist, oder er die Karten des Dealers gesehen hat; das heißt nicht, dass er ein Kartenzähler ist, da ein solcher nie so waghalsig vorgehen würde. Ja, wenn es die letzten Karten waren, die ausgeteilt wurden, könnte ein Kartenzähler wissen, welche Karte wahrscheinlich als nächstes kommt. Aber in der echten Welt des Casino Blackjacks werden Sie nie in ein Spiel involviert sein, bei dem die letzten verbleibenden Karten ausgeteilt werden. Der Grund hierfür ist klar; es würde dem Kartenzähler einen großen Vorteil verschaffen und jedes Casino ist offensichtlich daran interessiert, dass solch eine Situation nicht zustande kommt.

Das heißt aber nicht, dass Kartenzählen unmöglich ist, oder dass es nicht nützlich oder profitabel für einen Blackjack-Spieler sein kann.

Die grundlegende Voraussetzung fürs Kartenzählen ist, dass ein Deck oder ein Shoe, der viele Bildkarten und Asse enthält (d.h. einen hohen Anteil dieser Karten) für einen Spieler besser ist, als für den Dealer. Das ist aus einigen Gründen wahr.

Wenn ein Spieler ein ‘Natural’, also ein Ass und eine 10 erhält, gewinnt er 3-2 zu seinem ursprünglichen Einsatz, während der Dealer nur den Wetteinsatz gewinnt, wenn er einen Blackjack hat.

Wenn der Dealer ursprünglich eine schlechte Hand aus zwei Karten hat (d.h. Punkte im Wert von 12 bis 16), muss er noch eine Karte ziehen und wenn das Deck noch viele Bildkarten enthält, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er über die 21 kommt. Vergessen Sie nicht, dass Sie keine neue Karte ziehen müssen; der Dealer jedoch muss.

Mit einer Hand von zwei Karten, die insgesamt 9, 10, 11 ergeben, kann der Dealer nicht in einem Deck mit vielen hohen Karten verdoppeln, anders als Sie.

Mit vielen Bildkarten werden mehr Blackjacks und Pat Hands (d.h. 17-21) ausgeteilt.

In Computer-Simulationen mit der Basis-Strategie, wurde mathematisch bewiesen, dass ein Deck oder Shoe mit vielen Bildkarten für den Spieler von Vorteil ist. Ein Deck oder Shoe mit vielen niedrigen Karten ist dahingegen für den Dealer von Vorteil.

Auf der anderen Seite, wenn die Anzahl der niedrigen Karten die Bildkarten weit übersteigen, kann ein Blackjack-Spieler seinen Split und seine Double Down-Entscheidung modifizieren, da die Chance, diese Hände zu gewinnen niedriger sind, wenn eine niedrige Karte nach dem Split oder Double Down an den Spieler ausgeteilt wird.

Um es zusammen zu fassen, verwenden Kartenzähler ein Wettsystem oder eine Strategie, indem sie ihren kleinsten Einsatz wetten, wenn das Deck oder der Shoe viele niedrige Punkte enthält, da die Chance zu gewinnen in diesem Fall nur sehr begrenzt ist. Sobald das Deck oder der Shoe viele hohe Karten enthält, wird der Kartenzähler den originalen Einsatz erhöhen, da die Chance zu gewinnen nun höher ist.

Aber wie zählen Blackjack-Spieler nun Karten? Nun, es gibt viele verschiedene Methoden, die untersucht und erfunden wurden, um die Übersicht über die gespielten Karten eines Decks oder des Shoes zu behalten. Einige dieser Techniken sind sehr kompliziert, während andere einfach zu lernen sind. Computer-Simulationen haben gezeigt, dass diese einfachen Zählsysteme ebenso erfolgreich wie traditionellen und komplizierten Methoden sein können.